Berlin

Am Sonntag, den 18. September 2011, finden in Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt. Für die folgende Analyse berücksichtigten wir die politischen Webseiten aller Parteien, die in der 16. Wahlperiode im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten waren (SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP), und der Piratenpartei.

Schon ein erster Blick auf Tabelle 7 zeigt, dass die Webseiten der Landesparteien deutlich niedrigere Google PageRanks haben als die Webseiten der Bundesparteien. Die Ursache dafür ist vermutlich darin zu suchen, dass Webseiten von Landesparteien seltener verlinkt werden als solche von Bundesparteien. In der Folge schreibt Google Webseiten von Landesparteien eine geringere Bedeutung zu. Dies führt wiederum dazu, dass diese Seiten bei der Anzeige von Suchergebnissen weniger prominent platziert werden.

Auch wenn man den Searchmetrics Performance-Index zugrunde legt, schneiden die Webseiten von Berliner Parteien deutlich schlechter ab als die Internetangebote der Bundesparteien. Waren die Webseiten von Bundesparteien bei der Suche nach den 25 Millionen am häufigsten nachgefragten Suchbegriffen schon wenig sichtbar, so sind die Seiten der Berliner Parteien fast unsichtbar.

Die Webseiten der Berliner Parteien erscheinen in den Ergebnislisten von deutlich weniger politischen Stichworten als die Seiten der Bundesparteien. Die Stichworte, bei denen sie angezeigt werden, sind fast ausschließlich Partei- oder Politikernamen und die Bezeichnung der anstehenden Wahl. Eine Ausnahme ist die Kandidatenseite für Klaus Wowereit (SPD), die zusätzlich in den Ergebnissen zu seiner aktuellen Amtsbezeichnung und dem politischen Stichwort „sozialer zusammenhalt“ aufgeführt wird. Auch bei allgemeinen Suchbegriffen werden die Webseiten der Berliner Parteien nur vereinzelt in den Ergebnislisten angezeigt. Diese Treffer beziehen sich wiederum fast ausschließlich auf Partei- oder Kandidatennamen.

Im Vergleich zu den Webseiten der Bundesparteien erscheinen die Webseiten von Berliner Parteien somit deutlich weniger prominent im Netz. Bei der Suche nach politischen Begriffen und nach populären Suchbegriffen erreichen diese Webseiten nur in Ausnahmefällen prominente Positionen. Diese Ausnahmen waren direkte Anfragen nach Partei- oder Kandidatennamen.

Den Berliner Parteien gelingt es offenbar nicht, ihr Informationsangebot im Internet so zu gestalten, dass sie auch nicht direkt an der jeweiligen Partei oder dem jeweiligen Kandidaten interessierte Nutzer erreichen.